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Grußwort des Landrats

Die moderne Zivilisation hat den Tod aus dem bewusst wahrgenommenen Leben verbannt wie wohl kaum je eine Kultur zuvor in der langen Geschichte der Menschheit. Er ist buchstäblich nicht eingeplant: In den Krankenhausbedarfsplänen ist für Kliniken zum Beispiel kein Raum vorgesehen, in dem Angehörige ungestört Abschied nehmen können von einem lieben Menschen. 
In einer solchen Zeit, in der die Ratlosigkeit gegenüber dem Tod auch zu einer ungeheuren Angst vor ihm geführt hat, setzen die Mitglieder der Hospizvereine Zeichen der Menschlichkeit: Sie schließen damit an die besten Traditionen an, die unsere christlich-abendländische Kultur kennt.
Sie lassen die Menschen nicht allein in der letzten Zeit ihres Lebens. Und Sie helfen den Menschen vor allem, dort zu sterben, wo sie es wünschen: Das ist in den meisten Fälle das eigene Zuhause, im Kreis der Angehörigen. Es ist ein Wunsch, der inzwischen leider in den wenigsten Fällen erfüllt wird.
Mit ihrer wertvollen und bewundernswerten ehrenamtlichen Arbeit sorgen die Frauen und Männer des Landshuter Hospizvereins dafür, dass viele Menschen nicht einsam und alleine sterben müssen. In vielen anderen Fällen leisten sie Angehörigen wertvolle Hilfe in einer gerade auch für sie besonders schweren Zeit.
Ich danke den vielen engagierten Frauen und Männern des Hospizvereins Landshut e. V. für ihre großartige Arbeit – im Namen der gesamten Bürgerschaft des Landkreises Landshut, aber auch ganz persönlich. Mein Dank gilt auch dem Katholischen und dem Evangelischen Bildungswerk, die gemeinsam den Hospizverein gegründet und es so ermöglicht haben, dass ehrenamtliche Helfer die Hospizidee jeden Tag mit Leben und Taten erfüllen. In diesen Dank schließe ich auch alle Spender und Unterstützer mit ein, die die Arbeit des Hospizvereins helfend begleiten.
Ich wünsche den Hospizbegleiterinnen und –begleitern und allen, die die großartige Arbeit des Vereins tragen, stets die Kraft und einen nie erlahmenden Enthusiasmus für ihre gute Sache.

Ihr
Josef Eppeneder
Landrat